Experimentierfeld WM: DFB warnt vor Regeländerungen im Amateurfußball
Die Fußball-Weltmeisterschaft dient als Testlabor für innovative Regelwerke. Doch nicht alle Neuerungen werden im internationalen Zirkus uneingeschränkt begrüßt. DFB-Lehrwart Lutz Wagner äußert Bedenken gegenüber Experimenten, die letztlich auch den Breitensport erreichen könnten.
Der Verband sorgt sich, dass Regelveränderungen, die zunächst auf der großen Bühne des Weltcups erprobt werden, langfristig gravierende Auswirkungen auf den Amateurbereich haben könnten. Wagner sieht dabei ein Risiko, dass traditionelle Spielweise und die charakteristische Natur des Fußballs an der Basis gefährdet werden könnte.
Der Gedanke dahinter ist nachvollziehbar: Was zunächst als Pilot-Projekt bei Eliten-Turnieren getestet wird, kann schnell zur Norm für alle Spielklassen aufgewertet werden. Solche Entwicklungen könnten die Identität des Fußballs in den unteren Ligen verändern und damit auch die Begeisterung von Millionen von Amateurkickern beeinflussen.
Damit stellt sich eine grundsätzliche Frage: Wie viel Innovation verträgt das Spiel, ohne dabei seine Essenz zu verlieren? Der DFB signalisiert, dass diese Debatte nicht allein in den Vorstandsetagen geführt werden darf, sondern auch die Basis einbeziehen muss.
Quelle: www.t-online.de