Bobic kritisiert Spielfortsetzung nach Derby-Ausschreitungen scharf

Das Pokalduell zwischen dem SV Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern ist in die Geschichtsbücher eingegangen – allerdings aus den falschen Gründen. Massive Ausschreitungen begleiteten die Partie, die dennoch zu Ende gespielt wurde. Dies ruft nun deutliche Kritik hervor.
Der ehemalige Nationalspieler Eintracht Bobic äußert sich zu den Vorfällen äußerst deutlich und stellt die Entscheidung des Schiedsrichters in Frage, das Spiel fortzusetzen. In seiner pointierten Stellungnahme verdeutlicht er die Schwere der Situation mit einer provokanten Formulierung: Nur wenn ein Mensch ums Leben kommt, scheinen sich die Verantwortlichen zum Handeln bewogen zu fühlen.
Die Botschaft dahinter ist unmissverständlich – Bobic sieht in der Fortsetzung des Spiels trotz der Gewaltausschreitungen einen gravierenden Fehler. Aus seiner Sicht hätten die Sicherheitsbeamten und Spielleiter das Match unterbrechen und möglicherweise abbrechen müssen, um ein deutliches Zeichen gegen solche Ausschreitungen zu setzen.
Der Vorfall wirft einmal mehr die Frage auf, wie der deutsche Fußball mit Gewalt im Stadion umgehen sollte und ab welcher Schwelle ein Spiel abgebrochen werden muss – bevor es zu tragischen Konsequenzen kommt.
Quelle: www.t-online.de